Die Innovation: das elektrische TADUS Antriebssystem
Im Funktionsmuster wird seit Juli 2023 der neu entwickelte TADUS Antriebsstrang ausführlich getestet und optimiert

Um den unschlagbaren Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs zu nutzen, muss die gesamte Fahrzeugstruktur darauf abgestimmt sein. Deshalb ist das perfekt bis ins Detail ausgefeilte Antriebssystem das Herzstück unserer Fahrzeuge. Es wurde komplett neu entwickelt und auf den TADUS Traktor maßgeschneidert.

Im elektrischen Antriebsstrang mit mehreren Elektromotoren wird die Energie möglichst nah am einzelnen Endverbraucher in mechanische oder hydraulische Leistung übertragen, jeder Verbraucher wird individuell und bedarfsgerecht versorgt. Eine mechanische Kopplung zwischen den Verbrauchern (wie beispielsweise Fahrantrieb und Anbaugerät) gibt es nicht. So entsteht eine deutlich bessere Steuer- und Regelbarkeit und damit eine einfachere und intuitivere Bedienung.

Die Vorteile des TADUS Antriebs

Größter Vorteil: Kosteneinsparung

Neben den zahlreichen Vorteilen im Fahrverhalten überzeugt der TADUS Traktor vor allem wirtschaftlich: Bei Landwirtschaften mit eigener Stromerzeugung, bspw. einer PV-Anlage, können die Betriebskosten im Vergleich zum konventionellen Traktor unseren Berechnungen nach und mit den aktuellen Rahmenbedigungen um bis zu 70 % gesenkt werden. Aber auch wenn der Strom eingekauft wird, wird die Ersparnis voraussichtlich etwa 33 % betragen.

Beispiel:
Im obenstehenden Rechenbeispiel wird ein landwirtschaftlicher Betrieb mit eigener PV-Anlage betrachtet mit folgenden Annahmen: Auslastung Traktor: 800 Stunden / Jahr; Nennleistung: 107 PS / 80 kW; durchschn. Auslastung: 43 PS / 32 kW (40%) [1], Anschaffungspreis Traktor: 130.000 €.

2. Vorteil: Unabhängigkeit

Stellen Sie sich vor, Sie verbrauchen den Strom, den Sie selbst am Hof herstellen, auch selbst am Hof. Sie könnten unabhängig werden vom Strommarkt und vom Dieselpreis. Der TADUS Traktor kann ein wichtiger Teil im hofeigenen Energiekreislauf sein.

3. Vorteil: längere Lebensdauer

In einem Antriebsstrang mit rein elektrischer Leistungsübertragung sind signifikant weniger bewegliche Teile verbaut als in einem Antriebsstrang mit mechanischer Leistungsübertragung. Dadurch ist der Verschleiß im TADUS Traktor viel geringer als in einem konventionellen Traktor und die Lebensdauer bis zu 50 % länger.

4. Vorteil: CO₂-Einsparung

Auch der Schadstoffausstoß wird beim TADUS Traktor gravierend reduziert. Bei Verwendung von eigens erzeugtem PV-Strom sinkt der CO2-Ausstoß sogar auf 0. Betrachtet man den CO2-Ausstoß eines konventionellen Traktors bei durchschnittlicher Auslastung, spart ein TADUS TRAKTOR, der mit eigens erzeugtem Strom versorgt wird, über seine gesamte Lebensdauer bis zu 525 t CO2 ein.

nach 5.000 Stunden: 175 t CO₂ 22 Erdumrundungen mit dem Auto

875.000 km Autofahrt CO₂-Ausstoẞ pro 100 km Autofahrt: 20 kg [6]

nach 10.000 Stunden: 350 t CO₂ 220 Flüge München - New York

CO₂-Ausstoß für den Flug M-NY ca. 10 Flugstunden: 1,59 t[7]

nach 15.000 Stunden: 525 t CO₂ Jahresausstoß von 65 erwachsenen Personen

(Lebensdauer eines TADUS-Traktors: etwa 15.000 Stunden)
CO₂-Ausstoß pro Bundesbürger: 8,1t[8]

Im obenstehenden Rechenbeispiel wird ein landwirtschaftlicher Betrieb mit eigener PV-Anlage betrachtet mit folgenden Annahmen: Auslastung Traktor: 800 Stunden / Jahr; Maximalleistung: 130 PS / 95 kW; Dieselverbrauch pro Stunde: 13,21/h [1]; CO2-Ausstoß pro Liter: 2,65 kg/l [9] –> CO2-Ausstoß des konventionellen Traktors pro Stunde: 34,98 kg/h

Funktionsweise des Antriebs

Eine elektrische Speichereinheit versorgt die einzelnen Traktions-, Neben- und Hilfsantriebsmotoren. Der Fahrantrieb ist möglichst nahe an den Antriebsrädern platziert, ohne aufwendige konventionelle stufenlose oder Schaltgetriebe. Die Anbaugeräte werden über eine Gelenkwelle angetrieben oder direkt mit elektrischer Leistung gespeist. Bei jedem Brems- oder Verzögerungsvorgang der Verbraucher wird Energie in die Batterie zurückgeführt (Rekuperation). Eine zentrale Control Unit steuert alle Energieflüsse zentral, abhängig vom Bedarf der einzelnen Verbraucher und von der verfügbaren Energie. Zudem kann der Fahrzeugführer eine Priorisierung vorgeben und so festlegen, welche Verbraucher bei welchem Batteriestand bevorzugt werden.

Durch diesen Aufbau des Antriebssystems wird der unschlagbare Wirkungsgrad der Elektromotoren bestmöglich genutzt. Die Energieverluste sind somit minimal und der Wartungs- sowie Reparaturaufwand geringer – und das bei höherer Lebensdauer.